Fleece

Noch vor wenigen Jahren war das Polarfleece ein Spezialstoff, den höchstens ein paar Outdoor-Freaks kannten und nutzten. Innerhalb kurzer Zeit hat sich der flauschig warme Stoff einen festen Platz in unseren Kleiderschränken und unter unseren Lieblingsklamotten erobert. Leicht und kuschelig wie Wolle ist das Fleece der Stoff der Wahl, um vor Kälte zu schützen.

 

Was ist eigentlich Fleece, Microfleece oder Polarfleece?

 

Es wird in der Regel aus Polyesterfasern hergestellt, zu einem guten Teil aus Recyclingstoffen. Dein Fleecepulli ist also möglicherweise die „Reinkarnation“ vieler Joghurtbecher, eines alten Gartenstuhls oder deines Lieblingsspielzeugs aus Kindertagen. Die feinen Fasern werden ineinander „verfilzt“, sodass ein weicher und flauschiger Stoff entsteht, der viel Luft einschließt und damit sehr leicht, aber auch besonders gut wärmedämmend wird. Die feinen Fasern trocknen viel schneller als Baumwolle und transportieren die Feuchtigkeit sehr gut nach außen weg. Das normale Fleece ist somit nicht wasserdicht und auch nicht winddicht.

Allerdings dauert es eine ganze Weile, bis sich ein Fleece vollgesogen hat. Kurze Regenschauer oder leichten Niesel überstehst du also ganz gut im normalen Fleece, und bei dicken Schals oder Jacken kommt der Wind auch nicht so stark durch. Dabei ist der Stoff auch sehr strapazierfähig und behält auch nach Jahren seine flauschig weiche Anschmiegsamkeit. Allerdings können sich, vor allem bei minderwertiger Ware, kleine Faserknötchen an stark beanspruchten Stellen bilden, das Pilling.

 

Wo finde ich das richtigen Fleece?

 

Bei uns im Schöner-Leben-Shop bieten wir dir nicht nur eine extra breite Vielfalt an ausgesuchter Meterware von Qualitätsfleece der verschiedenen Einsatzbereiche. Wir Führen sie noch dazu in tollen Farben, gemustert oder uni, und in der nötigen Breite, um auch knuddelweiche Decken oder Überwürfe daraus zu machen. Was muss ich beim Nähen von Fleece beachten? Wie bei jeder Kategorie, hier noch der ein oder andere Hinweis zum Nähen und Schneidern. Bei dem recht dicken Stoff werden die Nähte natürlich recht voluminös, deshalb solltest du darauf achten, dass nicht zu viele Lagen übereinander kommen.

Den Ansatz der Ärmel bei Pulli oder Jacke am Besten weit genug anzeichnen, damit der Stoff unter den Achseln nicht zu dick wird. Bündchen an Ärmeln oder Taille wirken aus Bündchenstoff viel leichter als ein umgenähter Saum aus dicken Fleeceschichten, besonders wenn sie noch mit einem Gummizug zusammengezogen werden. Beim Zuschnitt wirst du feststellen, wie reißfest das Fleece ist. Eine schwere, scharfe Schneiderschere oder ein Rollmesser sind hier unbedingt zu empfehlen, zumal bei den dickeren Stoffen. Zum Stecken mit Stecknadeln ist der Soff oft zu dick. Hier helfen ein paar Heftstiche oder kleine Klammern.

 

Denke auch an Gewebeeinlagen für Kragen, Taschen und Ähnliches. Welche Nähnadel nehme ich am Besten zum Nähen von Fleece? Fleecestoffe lassen sich gut mit einer Universalnadel nähen. Da sie leicht elastisch sind, ist eine spezielle Stretchnadel noch besser. Bei dünneren Geweben reicht eine Nadelstärke von 70, für dickere solltest du eine 90er nehmen.

 

Overlocknähte zum Einfassen oder Zierstiche mit andersfarbigem Nähgarn machen sich sehr gut an den kuscheligen Teilen aus Fleece. Elastisches Garn oder elastische Nähte wie der Zickzack machen die Dehnung des Stoffs besser mit. Sie sind gerade für Pullis, Handschuhe und Sneakers für zuhause haltbarer und bequemer.

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