Kunstleder – vielfältig einsetzbar, schick und doch robust


Kunstleder besteht in der Regel aus textilem Gewebe, das dann mit einer Schicht aus Kunststoff, zumeist PVC oder Polyurethan, überzogen und versiegelt wird. Das Material erhält dadurch seine typische ledernde Oberflächenstruktur, sodass es kaum noch von organischem Leder unterschieden werden kann.

Geeignet für Polstergarnituren, Stuhlflächen und Kissen
Für ein bisschen mehr Eleganz im Wohnzimmer sorgt eine Sitzgarnitur aus Kunstleder. Besonders durch die natürliche Attraktivität des Materials wirkt sie elegant und hochwertig. Ein wesentliches Plus für Möbel aus Kunstleder besteht in der leichten Pflege, Flecken und Staub kannst Du ganz einfach mit einem weichen feuchten Tuch entfernen. Aus diesem Grund sind Möbel aus Kunstleder auch für den professionellen Bereich interessant, beispielsweise für medizinische Praxen. Dies liegt daran, dass die Behandlungsliegen regelmäßig desinfiziert werden müssen.

Doch es gibt noch andere Vorteile:
Solide: Kunstleder ist strapazierfähig und langlebig
Einfache Verarbeitung: Da es sich um einen flexiblen Stoff handelt, lässt es sich an Formen anpassen
Meterware: Anders als beim natürlichen Leder können Zuschnitte größenunabhängig erfolgen
Preis: Kunstleder ist als Bezugsstoff vergleichsweise günstig
Luftdurchlässig: Trotz der künstlichen Beschichtung bleibt das Material atmungsaktiv

Pflegehinweise: So bleiben Deine Möbel länger schön
Damit Deine Polstergarnitur aus Kunstleder dauerhaft richtig gut aussehen kann solltest Du sie regelmäßig pflegen. Dazu brauchst Du ein paar weiche Tücher aus Mikrofasern, mit deren Hilfe Du Staub abwischen kannst. Bei besonders hartnäckigen Flecken feuchte das Tuch an und gib etwas Spülmittel darauf, um die Reinigungswirkung zu verbessern.

Falls kurz vorher größere Mengen an Flüssigkeiten ausgelaufen sind musst Du diese im Vorfeld aufsaugen, am besten mit Küchenpapier. Wenn Krümel in die Zwischenräume der Sitze gefallen sind nimm Deinen Staubsauger mit dem passenden Aufsatz, um sie zu entfernen.
In regelmäßigen Abständen solltest Du die Couch mit einem speziellen Pflegebalsam einreiben. Dies erhöht die Haltbarkeit des Möbels und sorgt dafür, dass es wieder in vollem Glanz erstrahlen kann.

Auch das können Gründe sein, damit Du Dich für Kunstleder entscheidest
Wenn Du denn Look von Leder liebst, aber Gründen des Tierschutzes darauf bewusst darauf verzichtest, liegst Du mit Kunstleder genau richtig. Denn mit diesem Möbelstoff kannst Du beides haben – eine Couchgarnitur mit Lederoptik und ein gutes Gefühl.
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Die Verwendung des sogenannten Lederimitats zählt zu den Kunstgriffen bei der Ausstattung eines Interieurs. Mithilfe von Kunstleder erzeugen Möbel und andere Flächen das Flair von Dauerhaftigkeit, Eleganz und Noblesse.

 

Wo wird Kunstleder eingesetzt?

 

Durch seine Vielseitigkeit und seinen vergleichsweise günstigen Preis hat sich das Kunstleder unzählige Einsatzbereiche erobert. Du kannst nicht nur Polstermöbel, Sitzkissen, Arm- und Rückenlehnen mit ihm beziehen, es eignet sich auch hervorragend für Schreibauflagen, Füllungen, Wandbehänge und vieles mehr. Sogar im Außenbereich, in Bereichen mit hohen Temperaturen, hoher Sonneneinstrahlung oder starker Verschmutzung bewährt sich der Einsatz von Kunstleder. So gehört es zu den Materialien der Wahl bei der hochwertigen Gestaltung von Sitzen und Bekleidungen von Limousinen, Motorrädern und selbst Jachten.
Bei der Bekleidung von Kopf bis Fuß ist das Kunstleder gar nicht mehr wegzudenken – von der Schirmmütze über Blouson und Rock bis zu den Schuhen sind Kunstleder im Einsatz. Dazu kommen noch die Mode- und Wohnaccessoires: Handtasche, Gürtel und Brillenetui für unterwegs, Zeitschriftenkorb, Stiftköcher oder Bilderrahmen fürs Wohlfühlen zu Hause.

 

Welche Vorteile hat Kunstleder?

 

Es ist ausgesprochen widerstandsfähig, je nach Ausführung verfügt das künstliche Lederimitat über sehr gute Abriebfestigkeit, weshalb es gerne zum Beziehen von Sitzflächen verwendet wird. Hier wie bei der Bekleidung besticht es zudem durch seine Wasser abweisenden, daher pflegeleichten und weitgehend reibechten Eigenschaften. Es ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung lichtecht und wird nicht so schnell brüchig, wobei das Kunstleder sein ursprüngliches Original, das tierische Leder, sogar bei Weitem übertrifft. In leicht elastischer Ausführung eignet es sich besonders gut zum Beziehen von Polsterungen aller Art. Es lässt sich sehr gut verarbeiten und eignet sich zum Nähen, Kleben, Heften und Nageln.

 

Welche Arten von Kunstleder gibt es?

 

Die unterschiedlichen Eigenschaften des beschichteten Stoffs ergeben sich aus der speziellen Kombination von Materialien. Als Trägergewebe werden Baumwoll- oder Kunstfasergewebe verwendet. Die Gewebeart entscheidet über die Dehnbarkeit und Reißfestigkeit des Kunstleders. Beschichtet werden die Trägergewebe wahlweise mit PVC oder mit Polyurethan, was deutlich beständiger ist, z. B. gegen Schweiß und Verfärbungen. Wir bieten im Shop meine-stoffe.de Kunstleder für Polster, Bekleidung und als Dekostoffe, mit verschiedenen Geweben und Oberflächen, in einer bunten Palette von dekorativen Farben, auch in hochglänzend oder sogar metallic. Beim Veloursleder ist die Textilseite zudem kaum von einem echten Leder zu unterscheiden, perforiert erzeugen es als Vorhang oder Kleidungsstoffe ganz bezaubernde Effekte.
Weitere Kunstleder findest du auch in den Rubriken Stoffe uni / Weitere sowie bei Bastelstoffen / Leder & Lederimitat.

 

Tipps & Tricks zur Verarbeitung von Kunstleder

 

Das Nähen von Leder und Kunstleder gilt als besonders schwierige Disziplin, an die sich nur Fortgeschrittene trauen sollten. Dabei sind Kunstleder an sich sehr dankbare Materialien. Nur eines verzeihen sie nicht: Wo die Nadel, egal ob Nähnadel oder Stecknadel, einmal ein Loch gemacht hat, bleibt es sichtbar. Deshalb solltest du sehr sorgfältig arbeiten, um keine Naht wieder auftrennen zu müssen, und immer auf der Seite der Nahtzugabe fixieren, am Besten sowieso mit Tape oder Klammern.

 

Kunstleder nähen oder kleben?

 

Beim Einsatz entsprechender Kleber erreicht man sehr feste und dauerhafte Verbindungen. Die Verarbeitungshinweise des Klebers, insbesondere Zeiten zum Ablüften, solltest du eingehend beachten. Eine Verklebung von Hand wird allerdings kaum je die saubere, gerade Qualität einer Naht erreichen, aber sie eignet sich bestens zum Fixieren, für Bruchkanten, zum Schutz vor Ausfasern und zur Verstärkung bei genagelten oder geklammerten Kanten.

 

Welches Nähgarn verwende ich zum Nähen von Kunstleder?

 

Am besten wirst du auf Kunstfasern zurückgreifen, schon wegen der hohen Reißfestigkeit und der zum Kunstleder passenden Materialeigenschaften. Für die hohen Zugspannungen bei Kissen und Polstern ist ein dickerer Faden von 50 abwärts zu empfehlen. Für Zierstiche und mehrlagige Nähte ist wegen der hohen Hitze beim Nähen ein Nylbond anzuraten.

 

Wie kann ich Kunstleder mit der Nähmaschine nähen?

 

Bei dünneren Kunstledern kommst du noch ganz gut mit 80er oder 90er Jeansnadeln, Stepp- oder Sticknadeln zurecht, die über scharfe Spitzen und eine gut laufende Öse verfügen. Dickere Nähte verlangen dann schon nach 100-110er Ledernadeln. Auf jeden Fall neue scharfe Nadeln nehmen, um Aussetzer zu vermeiden. Das Auftrennen von unsauberen Nähten bleibt, wie gesagt, sichtbar.
Für gleichmäßigen Transport sorgt ein Füßchen mit Teflonbeschichtung. Alternativ kannst du den Fuß mit entsprechendem Klebeband versehen. Wenn die beschichtete Seite auf der Unterseite liegt, hilft Pergamentpapier, das natürlich ebenso sorgfältig fixiert wird.

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