Kurzgardinen

Eine sympathische, unaufdringliche Gardinenlösung, die ohne viel Aufwand Gemütlichkeit und Blickschutz bietet. Glatt oder in Falten hängend; mit Stickereien, Spitze, oder mit hübschen kleinen Motiven bedruckt, nehmen die kleinen freundlichen Vorhänge oft nur das obere Drittel oder die untere Hälfte der Scheibe in Anspruch und lassen so einen Teil der Sicht nach draußen frei.

 

Wofür eignen sich die Kurzgardinen?

Befestigt werden sie direkt vor der Scheibe im Rahmen des Fensterflügels. So nehmen die Kurzgardinen keinen Raum für sich in Anspruch und sind beim Öffnen der Fenster nicht im Weg. Daher werden sie gerne bei Fenstern im Bad, in der Küche oder vor einem Esstisch verwendet, zumal die Scheibengardinen auch bei gekipptem Fenster noch für Blickschutz sorgen. Traditionell zieren sie allem für kleinere Fenster, insbesondere mit Sprossen oder Rundbogen. Aber auch bei größeren Fensterfronten können sie sehr stilvoll Licht und Sicht gliedern, zum Beispiel als Ergänzung zu blickdichten Stores oder Schiebegardinen.

Tradition und Stil Nicht zu vergessen ihr effektvoller Einsatz bei Vitrine, Buffet und den verschiedensten anderen Variationen von Regalen oder Schränken mit Glastüren. Sie lassen den Inhalt mehr erahnen als erkennen und erhöhen damit den Reiz des Möbels. Du wirst die Kurzgardinen bei Einrichtungen im Country- oder Landhausstil finden, aber auch in mediterranen und nordischen Interieurs. Natürlich passen sie auch zu allen anderen Stilrichtungen mit rustikalen oder traditionellen Elementen, also beispielsweise dem ShabbyChic oder dem Vintage.

 

Was sind Panneaux?

Das sind die Kurzgardinen, auch Scheibengardine genannt. Als typischer Blickschutz aus den Pariser Bistrots und Cafés bekannt, heißen sie auch Bistrogardine, Caféhausgardine oder eben gleich französisch: der Panneau, in der Mehrzahl die Panneaux. Sind sie nur oben mit einer Stange befestigt, nennt man sie auch Scheibenhänger, die oben und unten angebrachten dagegen sind die Spanngardinen.

 

Welche Arten von Kurzgardinen gibt es?

Bei uns hier im Shop meine-stoffe.de findest du ein breites Angebot an Scheibengardinen. Von den kleinsten mit nur 10cm Höhe bis zu ganzen 90cm für höhere Fenster oder Balkontüren. Die meisten haben bereits Löcher für die Gardinenstangen, andere sind mit spitzenähnlichen Schlaufen vorgefertigt. Zarter transparenter Voile oder edler blickdichter Batist stehen hier beispielsweise zur Auswahl, mit gestickten Motiven, an der Unterkante verziert mit Zacken, Vierecken oder Bögen. Die Farben changieren meist im Bereich Weiß bis Creme - aber auch zarte Pastelltöne machen sich ausgesprochen gut. Bei der enormen Auswahl wirst du auch für dein Zuhause etwas Bezauberndes finden.

 

Tipps zum Selbermachen und Anbringen von Bistrogardinen

  • Die Höhe der Gardinen, also die Stoff- oder Rollenbreite ist meist schon vorgegeben, da der verzierte untere Saum und die Oberkante bereits fertigsind. Beim Aussuchen der Höhe solltest du darauf achten, dass die Scheibengardine oben und unten genug Abstand vom Rahmen hat. Aber meistens wirst du ohnehin nicht mehr als ein Drittel oder die Hälfte wählen. Der Goldene Schnitt liegt übrigens bei etwa 0,38.
  • Die obere Kante ist bei vielen Angeboten schon mit Ösen oder Schlaufen für die dünnen Gardinenstangen versehen. Falls nicht, oder falls du sie oben kürzen willst, kannst du auch einfach einen schmalen Saum umnähen, durch den die Stange geschoben wird.
  • Vitragenstangen heißen die dünnen ovalen Stangen, die sich durch ineinander schieben in der Länge anpassen. Sie hängen einfach an Haken, die in den Fensterrahmen geschraubt bzw. aufgeklebt werden. Die Bistrostangen arbeiten nach demselben Prinzip, haben aber edlere und stabilere Aufhängungen am Rahmen. Als Klemmstange klemmen sie sich einfach mit Federkraft zwischen die Rahmeninnenseiten. Eine elegante Lösung gerade für Mietwohnungen, denn dadurch werden die Fensterrahmen nicht beschädigt. Die Schwenkstange ist nur an der Scharnierseite am Fensterrahmen befestigt, dadurch kannst du die Scheibengardine wie einen Fensterladen nach innen wegschwenken. Alle Stangen gibt es in weiß beschichtet, Messing oder Chrom, mit etwas Glück findest du sie auch in Braun oder Bronze.
  • Anstatt der Stangen kannst du auch spezielle Schnüre aus kunststoffüberzogenen Stahlfedern nehmen. Zum Spannen schraubt man einfach Haken in die Enden.
  • Die Breite des Scheibenvorhangs wird vom Innenmaß des Rahmens bestimmt. Für sanfte Wellen respektive einen lockeren Faltenwurf rechnest du bei dünnen Stoffen bis zum Doppelten der eigentlichen Breite.
  • Der Rapport gibt den Abstand von Bogenanfang zu Bogenanfang respektive von einer Schnittkante zur nächsten an. Beim Bestellen solltest du deswegen die Einzelbreite jeder Gardine auf das nächstgrößere vielfache Rapportmaß aufrunden.
  • Etliche der Bistrogardinen in unserem Angebot haben bereits vorbereitete Schnittkanten, die nicht mehr besäumt werden müssen. Bei allen anderen Stoffen wirst du noch auf beiden Seiten die Nahtzugabe für den Saum draufrechnen.
  • Nähen, falls dann erforderlich, wirst du die zarten Stoffe am Besten mit dünnen Nadeln (60 - 70), universal oder speziell mit Rundkopf für Maschenware. Mit dünnem Garn von 100 bis 120, einer Stichlänge von 1,5 bis 2 und geringer Fadenspannung solltest du saubere und unscheinbare Nähte bekommen. Natürlich kannst du hier auch schöne Ziernähte zaubern.

Alles in allem sind die kleinen Scheibengardinen wohl die Lösung, die am schnellsten selbst zu machen ist, und die einfachste zum Gardinen abnehmen und waschen. Auch deshalb sind sie so beliebt, nicht nur im Café und Bistro.