Wachstuch und Co.

Wachstuch als Oberbegriff für verschiedene beschichtete Stoffe ist nicht nur ein praktischer Tischbelag sondern eignet sich auch hervorragend für Taschen und andere Nähprojekte.

Lesenswertes zum Thema:

Um wasserundurchlässige oder zumindest wasserabweisende Planen und Regenkleidung zu haben, wurden schwere, stabile Leinen- oder Baumwollgewebe mit Hartwachs getränkt. Das klebte so ziemlich überall und waschen konnte man sie auch nicht mehr.

Unser Wachstuch hat damit gar nichts zu tun. Formbeständig und widerstandsfähig, leicht elastisch und gut zu verarbeiten ist das moderne Wachstuch. Das farbig oder mit den verschiedensten bunten Mustern bedruckte Trägergewebe, meist Baumwolle, ist auf einer Seite mit glänzendem, unempfindlichem wasserabweisenden PVC oder PU beschichtet. Diese Sichtseite ist glatt und lässt sich einfach abwischen.

Wenn das nicht der ideale Stoff zum Basteln ist!

 

Als Tischdecken für den Alltag, für drinnen und draußen, sind sie allgemein bekannt und überall im Einsatz. Aber du kannst noch viel mehr aus ihnen machen!

 

Da wäre zunächst mal der Außeneinsatz: als Hütchen schützen sie den eingeklappten Sonnenschirm vor Regen und machen ihn zum Deko-Objekt, ebenso wie Hauben über die Polstermöbel auf der Veranda, den Grill oder über Velo und Bike,.

Besonders interessant und bunt wird es, wenn du das Wachstuch auf den Kopf stellst; Schlapphut oder Sturmhaube, Kappe mit Schild oder einfach als Mütze am Regenponcho, mit den lustigen Mustern bringen sie Farbe und Freude ins graue Wetter.

 

Passend zum Regenmantel, aber genauso gut für sonnige Zeiten, kannst du dir sehr stabile und schicke Einkaufstaschen, Sporttaschen, Rucksäcke und ähnliches mehr machen. Mit aufgeklebten Applikationen, als Patchwork oder mit farbigem Einsatz bekommen sie dein persönliches Design. Dabei bleiben sie dennoch unempfindlich und pflegeleicht und der Inhalt bleibt auch bei einem plötzlichen Platzregen trocken.

Das gilt natürlich auch für die Handtaschen, Umhängebeutel und sonstigen Täschchen, die du dir in unzähligen schicken Variationen selbst zusammenkleben und -nähen kannst.

 

Auch im Innenbereich machen dir die nützlichen Eigenschaften des Wachstuchs das Leben ein Stück leichter und schöner. Zunächst glänzen sie einmal wieder im Feuchtbereich, als Sitzpolster in Bad und WC, als Wickelauflage und Schutz für die Badmöbel oder als Türbehang mit Taschen und Schlaufen für alles, was man so braucht.

 

Übrigens lassen sich ganze Wände damit bekleben und damit unempfindlich für Feuchte, Spritzwasser und Schmutz machen. Das kann auch im Kinderzimmer sein, in der Garderobe, Küche oder der Ess- und Putzecke deiner Vierbeiner. Nebenbei ist das natürlich auch sehr dekorativ, wenn du an die vielen Farben und Muster denkst.

 

Bekleben und Beziehen lässt sich alles Mögliche Hübsche und Praktische. Ob Fußstütze oder Sitzkissen, ob Kisten und Tonnen für allerlei Krimskrams, Papierkorb oder Utensilos zum Nähen, Schreiben, Nägel schneiden oder Zähne putzen… mit buntem Wachstuch werden sie zum dekorativen Accessoire.

 

Geklebt, vernäht und dann gelocht

 

So könntest du zum Beispiel stabile Beutel oder Taschen machen.. Das Wachstuch wird ganz ähnlich wie Kunstleder verarbeitet. Da die Rückseite saugfähig ist, lässt es sich gut und dauerhaft aufkleben, also zum Beispiel Nase, Augen und Mund auf den Wäschebeutel oder Mond und Sterne auf den Rucksack.

Am Besten halten natürlich Nähte, die vorher geklebt wurden, dadurch werden sie auch gleich weitgehend wasserdicht.

Vorher verklebte Nähte haben auch den Vorteil, dass du das Problem mit dem Stecken und Heften nicht mehr hast. Denn wie beim Kunstleder bleibt nicht nur jedes Einstichloch einer Stecknadel sichtbar, es lässt auch noch Feuchtigkeit durch.

Aber fangen wir vorne an:

Anzeichnen kannst du am Besten auf der Vorderseite, das lässt sich einfach wieder abwischen, falls du dich vertan hast. Auf Rädchen solltest du aus oben genannten Gründen verzichten. Bei gemustertem Wachstuch wie immer auf die Musterrichtung achten.

 

Gerade und leicht gekrümmte Schnitte sind am saubersten mit einem scharfen Rollschneider oder Cuttermesser. Engere Kurven gelingen meist besser mit einer scharfen Schere.

Zum Nähen fixieren mit Klemmen oder Klebeband, oder eben gleich verkleben.

 

Die glatte, mit PVC oder PU beschichtete Sichtseite bleibt auf glatten Arbeitsflächen oder dem Nähfuß aus Metall hängen, was zu hässlichem Rucken beim Nähen führt. Hier hilft eine Filzauflage oder Seidenpapier , wenn die Sichtseite unten liegt. Um das Kleben am Nähfuß zu vermeiden, diesen mit Textilklebeband bekleben. Oder natürlich einen Teflonbeschichteten oder einen Rollenfuß einsetzen, wenn du so was für deine Nähmaschine hast.

Empfohlen werden dünne, scharfe Jeans- oder Microtexnadeln zum Nähen, mit einer etwas größeren Stichlänge als bei normalen Stoffen. Mit dünner Nadel und -im Vergleich dazu- dickem Faden werden die Nähte auch relativ dicht, insbesondere bei Faden mit Baumwollanteil, der bei Feuchte noch leicht quillt.

 

Säume und ähnliches werden besonders stabil, wenn du sie nicht einfach umknickst, sondern eine dünne Schnur oder ein Kunststoffprofil mit einlegst. Die so gerundete Kante „bricht“ nicht so schnell und bringt zusätzliche Steifigkeit. Das ist zum Beispiel optimal bei Einkaufstaschen, bei Sitzkissen für draußen oder Abdeckhauben.

 

Zum Kleben eignen sich übrigens handelsübliche Kontaktkleber einwandfrei, zum flächigen Aufkleben kannst du auch Sprühkleber nehmen.

Beim Beziehen von Kisten oder Sitzbänken aus Holz kannst du auch verdeckt tackern oder sichtbar nageln. Als Ziernägel würde ich solche mit recht großem Kopf nehmen, der möglichst viel vom Material „einklemmt“. Bei kleinen Köpfen könnte der Stoff sonst ausreißen.

 

Weißt du schon, was du als nächstes machen willst?

Such dir unter den vielen Farben und tollen Mustern hier bei meine-stoffe.de die Richtigen aus, bestell die Zusatzmaterialien gleich mit, und sobald die Lieferung da ist, kannst du loslegen.