Jeansstoffe

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Jeansstoffe, auch als Denimstoffe bekannt, sind echte Klassiker! Dank ihrer robusten Struktur eignen sich Jeansstoffe nicht nur hervorragend für Bekleidung sondern auch andere kreative Projekte wie Taschen oder Sitzkissen.

Lesenswertes zum Thema:

Jeansstoffe, auch bekannt als Denim sind spätestens seit Erfindung der berühmten Levis-Jeans nicht mehr aus der Mode wegzudenken. Die robusten und strapazierfähigen Stoffe eigenen sich für Hosen, Jacken, Kleider, Taschen, Kissen und viele andere kreative Projekte.

 

Jeans – die Legende und der Traum von der neuen Welt

Die Jeanshose ist eng mit der Geschichte Amerikas verbunden. Siedler und Abenteurer, denen Europa zu voll wurde, zogen in die „neue Welt“ mit viel Platz für freiere Entfaltung. Aber die Goldgräber und Pioniere brauchten natürlich Kleidung, vor allem Hosen, die den Anforderungen vom Graben oder von tagelangem Reiten, von Schweiß und Dreck und harter Arbeit gewachsen waren.
Der edle englische Tweed war teuer, und die Herstellung von Segeltuch aus Flachs sehr aufwendig.
Zunächst wurden die Stoffe aus Europa importiert. Doch im fernen Amerika hatten die Zünfte der Tuchweber und Schneider keinen großen Einfluss. Baumwolle gab es reichlich und günstig, und die wurde unter anderem für die schweren und stabilen Planen verwendet. Diese dienten, der Legende nach, zum Abdecken und Sichern der Waren und natürlich für die berühmten Planwagen, die in den Wilden Westen zogen, den Tornados der Great Plains entgegen, der sengenden Sonne von Arizona und den Sandstürmen von Texas. Dafür war das schwere starke Gewebe des Denim prima geeignet.

Da begann ein findiger Mann namens Levi Strauß diese steifen groben Planen zuzuschneiden und Hosen daraus zu nähen. Da der Stoff nun zu steif und dick war für den üblichen Schnitt, und um die Stabilität zu erhöhen, wurden die Arbeitshosen neu gestaltet; stabile sichtbare Doppelnähte, zum Teil mit Metallnieten verstärkt, aufgesetzte Taschen und ein einfacher gerader Schnitt.

So oder so ähnlich wurde die neue Hose geboren: die Jeans.

Steif und unbequem, mit Nähten und Nieten, die drücken, und alles andere als elegant oder auch nur kleidsam. Reiner Zweck war der Vater der Jeans.

Die grobe Arbeitshose der Goldgräber, Cowboys, Siedler und Dockarbeiter blieb aber nicht für immer in diesem Schattendasein:

 

Blue Jeans – der Traum vom Ende des Modediktats

Wieder aus den Vereinigten Staaten kam die „kleine“ Revolution der 68‘er, der Hippie- und Flower-power-Bewegung. Wieder geht es um Freiheit: um Menschenrechte, um Gleichberechtigung, aber insbesondere auch um die persönliche Freiheit. Über Beziehungen und Sexualität durfte endlich gesprochen werden und vieles diskutiert, neu ausprobiert und kreiert. Freie Liebe und antiautoritäre Erziehung, die Pille und die Abtreibung, Drogen und Rockmusik, aber auch Selbstfindung, Selbstverwirklichung, Meditation und Yoga beschäftigten die neue Generation.

Geradezu ein Aushängeschild der neuen Bewegung war die Ablehnung der vorgeschriebenen Mode, insbesondere des Rockzwangs, der puritanischen, mindestens knielangen und bis an den Hals geschlossenen Kleider und des klassischen Anzugs.

T-Shirt und Bluejeans wurden zum  Symbol nicht nur einer Generation, sondern einer neuen Ära der Betonung der Individualität und der Befreiung aus gesellschaftlichen Zwängen.

 

Das Theater um die Jeans

Nachdenklich macht, wie die Bluejeans dauerhaft zur Einheitsmode, ja geradezu zur Uniform der vermeintlich Befreiten wurde. Warum dann auch noch im Einheits – Marineblau, das abfärbt, wird wohl ein Rätsel bleiben. Die einzige Variation war die vom weiten „Schlag“ der Sechziger zu den Röhrenjeans der Achtziger.
Genau so lang gab es auch die Kämpfe im Elternhaus um die knallengen Jeans; erst, bis man sie gekauft bekam, dann, zu welchen Gelegenheiten man sie anziehen durfte, und weiter fast endlos, wie lange man sie behalten durfte, wenn die Jeans endlich so richtig verwaschen und ausgefranst war. Denn bis dahin war ein langer Weg.
Damit sie richtig eng saß, sollte man z.B. die nagelneue brettharte Jeans anziehen und damit in die heiße Badewanne steigen, um sie danach auf der Haut trocknen zu lassen. Beim ersten Waschen gingen die Hosen aber nicht nur ein, sie färbten auch ab –.
Um ein gut verwaschenes Aussehen nicht erst nach Jahren des Tragens zu bekommen, wurden sie nach alter Goldgräber- Manier „Stone washed“, also zusammen mit Bimssteinen gewaschen. So manche mütterliche Waschmaschine trug da schwere Beulen davon.
Wenn die Jeans dann so richtig vorschriftsmäßig knalleng über den Po spannte, wurde schon das  Anziehen zur besonderen Zeremonie: flach aufs Bett liegen, Bauch rein und Luft anhalten…
War der Knopf dann endlich zu, blieb nur die Hoffnung, nicht so schnell müssen zu müssen. Stretch gab es damals noch nicht, und die Hosen waren beim An- und Ausziehen so störrisch wie ein Ochse beim Rodeo.
Die „sexuelle Befreiung“ der Jeansträger führte dann auch auf Dauer zu manchen Schäden an den so ständig verklemmten und eingeklemmten Organen.
Sich so „sexy“ zu präsentieren, blieb dann auch lang ein reines Freizeitvergnügen. In den Klassenräumen waren sie lange Zeit unerwünscht, in manch einem Edelrestaurant, Theater oder Oper waren sie noch zu Beginn des neuen Jahrtausends verboten, und in manchen „höheren“ Büroetagen kannst du sie heute noch vergeblich suchen. Was ja, nach dieser langen Geschichte der Jeans, kaum noch etwas mit „modern“ zu tun hat.
Zumindest lässt die heutige Mode deutlich mehr Bewegungsspielraum: die Gesäßtaschen hängen bis in die Kniekehle und vielfache Risse und Löcher sorgen für gute Belüftung. Und wenn die Hose dann doch eng sitzen soll, ist sie wenigstens aus Stretch- Jeansstoff.
 

Jeans – die große Mode
Jeans entwickelte sich bald zum Stil, ja geradezu zum Kult. So wurde das einstige Symbol für den Protest gegen das Diktat der Kleiderordnung selbst zu einem „Muss“ für ganze Generationen. Und selbstverständlich nahmen auch Designer und Modeheftchen die neue Welle auf. Der verschlissene ausgewaschene grobe Stoff, die aufgesetzten Taschen und die Nieten prägen nun auch Jacken, Westen und Röcke bis hin zu Umhängetaschen. Die Jeansmode mit ihrem jugendlich – legeren Charme ist aus dem textilen Design gar nicht mehr weg zu denken.

Jeans ist also viel mehr als nur eine Hose; es ist ein Stoff, ein Stil, eine Art der Verarbeitung, eine Befreiung aus starren Vorschriften. Verwaschen und fransig hat der Jeansstoff sogar ein bisschen das Flair von Antik und Recycled, - wie das Vintage oder Shabby beim Möbel- und Einrichtungsdesign.

 

Jeans - der Stoff, in dem Träume stecken

Nun aber endlich zu den Stoffen, in welche die jugendliche Traumfigur gepackt werden soll. Wir von meine-stoffe.de bieten dir Jeansstoffe in allen Variationen.
Nicht nur den klassisch schweren und leicht streifigen Denim, der natürlich besonders robust ist. Die besonders starken 11OZ mit rund 320 Gramm pro Quadratmeter stellen allerdings oft eine Herausforderung für eine normale Haushalts- Nähmaschine dar. Sie wurden ja auch ursprünglich eher von Sattlern als von Schneidern verwendet. Hier bekommst du mit dem Original bei jedem Meter Stoff die lange Geschichte der traditionsreichen Jeans.
Leichter, bequemer und einfacher zu verarbeiten sind da die Stretch – Jeansstoffe, mit denen du beispielsweise hauteng sitzende Jeans nähen kannst, die allerdings viel bequemer sind. Selbstverständlich gibt es die auch im Blue Denim oder Black Denim Look.
Die extra leichten Sommerjeans- Stoffe eignen sich hervorragend für allerlei schicke Kleidungsstücke: Sakko und Blazer, Kleid und Rock, Latzhose und Overall. Und selbstverständlich auch noch für diverse Accessoires. Die hautfreundliche angenehme Baumwolle gibts noch dazu in bester Ökotex – Bio-Qualität!
All diese schönen Jeansstoffe findest du bei meine-stoffe.de in einem breiten Spektrum an Farben und sogar bedruckt, mit netten kleinen Motiven, mit witziger Schrift und Glitzersternen oder schlicht elegant mit Nadelstreifen. Lass dich zum Träumen verführen und nähe dir deine eigenen Traum- Teile!

Weiter Informationen und konkrete Tipps zur Verarbeitung von Jeansstoffen bzw. Denimstoffen findest du hier...