Softshellstoffe

Softshellstoffe sind ideal für Freizeit und Sport: Die Stoffe sind- und wasserabweisend, atmungsaktiv und auf der Innenseite mit einer wärmender, kuscheliger Beschichtung versehen.

Lesenswertes zum Thema Satinstoffe:

Was ist eigentlich Softshell?

Als Meterware ist das vergleichsweise neue Material noch nicht so geläufig. Dabei bietet es eine einzigartige Kombination einiger wichtiger Eigenschaften.

Soft heißt weich. Es erinnert an cremig-sahniges Softeis oder an die Softies, die es bevorzugt bei romantischer Musik bequem auf der Couch löffeln.

Shell dagegen ist die harte Schale, insbesondere die der Muschel. Warum ausgerechnet ein Ölkonzern die Muschel zum Namen und Zeichen gemacht hat? Zumindest verzichten sie deshalb nicht auf Ölbohrinseln und Ölverklappung im Meer. Aber das ist eine andere harte Nuss. Bei der ist es vielleicht auch wie bei den ebensolchen Kerlen und der Muschel: die harte Schale schützt den weichen Kern. Und manchmal sogar eine Perle…

 

Doch zurück zum Softshell mit seinen wundervollen Eigenschaften; denn der moderne Stoff bietet gleich zwei Schalen. Außen liegt die winddichte, wasserabweisende Schicht, die Regen und Sturm, Matsch und Soße respektive Zug und Fleck von uns abhält. Innen dagegen sorgt der flauschig weiche Fleece für kuschelige Wärme und Behaglichkeit. Also quasi eine Couch mit Dach und Wand zum Anziehen für Draußen.

Das zweischalige Wunderwerk moderner Kunstfasertechnik – und Chemie – ist dabei auch noch wunderbar leicht, atmungsaktiv, strapazierfähig und pflegeleicht. Denn die spezielle Nano – Beschichtung des Polyestergewebes lässt zwar Luft und Wasserdampf hinaus, aber kein Wind oder Wasser hinein. Und sie wäscht sich bei 30°- Wäsche in der Maschine auch nicht so schnell aus.

 

Wofür nimmt man Softshell?

So viel High-Tech in einem tollen Stoff lädt natürlich dazu ein, allerlei daraus zu schneidern, was mit Leichtigkeit vor Wind und Wetter schützen soll. Das fängt schon bei dichten warmen Hosen an fürs Kinderspiel, für den Segeltörn oder für ernsthaftere Aufgaben wie Schnee schieben, Schneemann bauen oder zur Arbeit gehen respektive radeln.
Als Overall oder Poncho ist er zur Sicherheit immer im Gepäck, und als Jacke, Anorak oder Mantel hält er auch beim Schaufensterbummel, beim Public Viewing, bei Ausflügen aufs Land oder selbst im Nahverkehr bei bester Laune.

Um nicht alles auf den Kopf stellen (oder stülpen) zu müssen, sind Mützen und Kappen aus Softshellstoffen ideal. Man soll zwar kühlen Kopf bewahren, aber kalt und nass muss er ja nicht werden.

Wenn du und deine Lieben jetzt von dir rundum mollig warm und wetterfest in Softshell gepackt werden, dann denk doch auch an eure kleinen Begleiter: In einer Handtasche, Umhängetasche oder einem Stadtrucksack aus Softshell werden Smartphone, Tablet und Notebook nicht nur vor Stößen und Remplern geschützt, sondern auch vor Regen und allerhand sonstigen Duschen bewahrt. Das freut natürlich ebenso Papiere, Tempos und was du sonst noch mit dir herum trägst.

 

Klar, dass der leichte und praktische Softshell ein Favorit für allerlei Arbeitskleidung ist. Aber dein neues Outdoor - Outfit muss deswegen nicht nach Arbeit aussehen.

Wir von meine-stoffe.de bieten das Softshell in einer tollen bunten Farbenpalette; in modischem Mint oder Petrol, dezentem Anthrazit oder Dunkelblau, im frechen Neongelb oder Pink. Viele auch zweifarbig Innen - Außen oder bedruckt mit netten Motiven und Mustern, vom bunt schillernden Retro über punktgenaues Weiß auf Rot bis hin zum Camouflage der Jäger oder Naturfreunde.
Kleine silberne Haie oder Vögel können den großen Mantel genau so schmücken wie den kleinen Babyschlafsack, Schwalben auf der Kapuze erinnern an Frühling und Freiheit; die bunten Sterne laden dazu ein, sie zu suchen, schön mollig warm und trocken angezogen im Anorak aus Softshell.

 

Wie nähen mit Softshell?

An einem der vielen verregneten Wochenenden mal gemütlich zu Hause bleiben und einen schönen Poncho nähen. Damit du in Zukunft über schlechtes Wetter lachen kannst.

Nähen mit Softshell ist kein Hexenwerk. Da hier Deckstoff und warmes Futter schon in einem sind, sparst du dir viel Aufwand, denn du brauchst kein extra Innenleben zu nähen.
Allerdings hat das auch einen Haken: Nähte mit mehrfach übereinander liegenden Lagen des bereits gefütterten Stoffs werden schnell sehr dick und wulstig. Das kann zwar dekorativ sein, ist aber meistens unerwünscht. An Reißverschlüssen und Tascheneingriffen ist es auch recht unpraktisch. Und manch eine einfache Nähmaschine wird husten und spucken, dicke 4- fach Lagen von einem wärmeren Softshell zu vernähen. Doch um die zu vermeiden, gibt es diverse Tricks und Kniffe.

Zunächst aber noch eine gute Nachricht: das dicht gewebte Polyestergewebe fasert nicht aus. Du brauchst also Schnittkanten nicht zu versäubern. Ein Overlock sieht natürlich ordentlicher aus, ist aber nicht notwendig.


So nähst du zum Beispiel eine einfache Naht, die nicht viel aufträgt und hübsch aussieht:
Die Nahtzugaben zunächst bei beiden Teilen getrennt mit Overlock versäubern, falls du das willst. Dann rechts auf rechts zusammennähen. Die Nahtzugaben auf der Innenseite jeweils auf ihre Seite links auf links umklappen und so feststeppen.  Ausführliche Anleitungen dazu und zu anderen Tricks findest du im Internet, auch als Video.

Die beste Möglichkeit, Mehrfachlagen an Kanten zu vermeiden, ist natürlich das Einfassen mit einem dünneren Gewebe. Zum Beispiel Schrägband oder einen Stoff, den du dann auch gleich als weichen Kragen oder als Innentasche verwendest. Aufgesetzte Taschen sind wegen der Stoffdicke ohnehin besser zu vermeiden.
Bunte Einfassbänder, Bündchenstoff, Nicki  oder Plüsch setzen besondere Akzente und sorgen für einen guten Abschluss. Gleich mit aussuchen!

 

Noch ein Tipp zum Zuschnitt von Softshell:
Striche von Markern auf der schönen wasserabweisenden Außenseite gehen oft schlecht weg. Da empfiehlt es sich, die weiche Innenseite nach oben zu legen, das Schnittmuster entsprechend verkehrt herum zu drehen und so zu markieren. Das gibt auch beim Zuschnitt mit dem Rollschneider eine schönere Kante, weil die dichte Außenhaut direkt auf der Schneidunterlage liegt.

 

Löcher in der Außenhaut

Einstiche mit Nadeln in das Softshell bleiben nicht nur sichtbar, sie bieten auch den Regentropfen eine Chance, um einzudringen. Die Verwendung von Stecknadeln wirst du daher vermeiden oder auf die Nahtzugaben beschränken, Klammern sind statt dessen zu empfehlen respektive Magnete oder Gewichte beim Zuschnitt.

Die Nähte selbst sind eine unvermeidbare Schwachstelle bei der Dichtigkeit. Wirklich sicher ist nur das Verkleben der Nähte. Aber an sich wird der Stoff ja hier zusammengezogen und dichtet schon von daher und dann verstopft ja auch der Faden das Loch.

 

Nähnadel und Garn fürs Softshell

Wenn du es möglichst wasserdicht machen willst, nimmst du eine möglichst dünne Nadel, die nur kleine Löcher macht, und dazu ein vergleichsweise dickes Garn. Das mag wiederum die Nähmaschine nicht so gern, denn da „schlupft“ der Faden natürlich nicht so leicht durch den Stoff.
Deshalb gilt noch mehr als sonst der Tipp, neue scharfe Nadeln zu verwenden. Denn nach ein paar zehntausend Stichen ist die Beschichtung irgendwann weg und die Nadel gleitet nicht mehr so gut.

Universalnadeln eignen sich prima, für dünnere Softshell- Stoffe auch die schärferen Mikrotex- Nadeln.

Glatt, neu und hochwertig sollte auch das Garn sein, damit es ebenfalls gut gleitet und beim Nähen nicht bricht oder abfasert. Beschichtete Polyestergarne erfüllen diese Anforderungen und haben zudem ganz ähnliche Eigenschaften wie das Softshell, das ja auch aus Polyester besteht.

 

All die Zutaten zum Erfolgsrezept gibts frisch und in bester Qualität ebenfalls hier bei meine-stoffe.de.

 

Zum Schluss noch die Einstellungen an der Nähmaschine zum Nähen von Softshell:

Die besten Ergebnisse erzielst du meist bei einer Stichlänge von 3 bis 4 und einer etwas geringeren Spannung am Oberfaden, damit sich die Naht nicht so tief in den Stoff zieht. Softshell ist zwar etwas elastisch, aber nicht so sehr, dass es eine Zickzack – Naht bräuchte. Einfacher Geradstich reicht durchaus. Geteilte Meinungen gibts bei dem Transport von oben mit dem Fuß: Manche schwören darauf, andere stellen ihn ab.

Dazu hier der wichtigste Tipp von allen: einfach ein paar Nähversuche mit Schnittresten machen und ausprobieren, welche Einstellungen bei dir am Besten funktionieren.


Schließlich ist das Softshell gar nicht so eine harte Nuss zum Selbernähen.