Bio-Baumwollstoffe

Bio-Baumwollstoffe sind speziell geprüft und zertifiziert. Ein Muss für alle, denen umweltbewusste und schadstofffreie Stoffe am Herzen liegen. Die hochwertigen Bio-Stoffe sind besonders für Baby-, Kinder- und Allergikerbekleidung und Ausstattung beliebt.

Lesenswertes zum Thema:

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Was ist Bio- Baum- Wolle?

Zunächst mal: Die so geschätzten feinen Fäden sind keine Wolle, das heißt, keine Tierhaare, um diese vor Kälte und Regen schützen. Sie umhüllen den Samen in der Fruchtkapsel als Fasern, um diesen dann im Wind oder auch im Fell vorbeistreifender Tiere zu verbreiten und vor dem gefressen werden zu schützen.

Hast du schon mal in ein Knäuel Baumwollwatte gebissen? Eben!

Die Baumwollpflanze ist noch dazu kein Baum, sondern ein meist einjähriger Strauch, eine Malvenart.

Also kein Baum und keine Wolle.

Aber zumindest das Bio stimmt. Nicht alle Stoffe hier bei uns in dieser Kategorie sind zertifiziert mit GOTS – Siegel oder  anderen Bio-Labels, aber sie stammen alle aus biologischen ökologischen Anbau. Und das heißt schon mal sehr viel; denn der konventionelle Anbau erfordert massiven Einsatz von Pestiziden, also Insektenvernichtern, und zum maschinellen Ernten werden noch dazu Entlaubungsmittel eingesetzt. Das schädigt nicht nur die Natur in den Anbauregionen ganz enorm, davon bleiben unweigerlich auch Reste in der Baumwolle, die du dann auf deiner Haut trägst. Zudem verbrauchen die unökologischen und unbiologischen Baumwollpflanzungen auch sehr viel mehr Wasser und laugen die Böden aus. Das Wasser fehlt für den Anbau von Nahrung und die Böden veröden und versteppen auf Dauer. Ein ökologischer Anbau dagegen erfordert Fruchtwechsel und zeitweises brach liegen lassen der Felder. Bio- Baumwolle ist unter anderem deswegen widerstandsfähiger und langfaseriger, somit auch glänzender und hochwertiger.

 

Können und wollen wir auf konventionelle Baumwolle verzichten?

Baumwolle ist wohl das beliebteste Material für Kleidung und viele andere Textilien. Die Naturfaser übertrifft mit ihren hervorragenden Eigenschaften die Kunstfasern und hat auch die anderen natürlichen Fasern wie Wolle, Hanf und Leinen stark zurückgedrängt.

Die Baumwollfaser ist ausgesprochen scheuer- und reißfest, sie kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und abtransportieren, ist luftdurchlässig und dadurch sehr angenehm auf der Haut zu tragen. Natürlich auch, weil die Baumwollstoffe angenehm weich und leicht sind.

 

Alternativen zur Baumwolle wären zum Beispiel die Verwendung von Hanf und Lein, die auch in nördlicheren Breiten wachsen, oder Bambus und Ramie.  Wolle ist aufgrund des intensiven Flächenbedarfs bei der Tierhaltung mengenmäßig begrenzt und auch die Haltung (und Fütterung mit Maulbeerblättern) der Seidenspinner lässt bei der Seide nur vergleichsweise geringe Produktionsmengen zu.

Kunstfasern mit ihrem beträchtlichen Verbrauch an Ressourcen und massiven Einsatz von Chemikalien bei der Produktion und der „Ausrüstung“ für die gewünschten Eigenschaften sind wohl keine sinnvolle Alternative, wenn wir an unsere eigene Haut und an die Umwelt denken. Hier gehört auch die Viskose dazu, die zwar aus Zellulose, also aus Pflanzenfasern, gewonnen wird, aber auch nur mit intensivem Einsatz von Chemie.

 

Wollen wir also auf Baumwollstoffe verzichten? Gewiss nicht, zumal wenn du dir die tollen Stoffe hier in der Kategorie anschaust. Aber das brauchen wir auch nicht: Wenn wir Bio-Baumwolle kaufen, wird sich der Marktanteil von den wenigen Prozent bisher im Lauf der Zeit mehr und mehr steigen, die Baumwollbauern werden umsteigen, was auch ihre Lebensqualität ganz wesentlich verbessert. Sicher ist Baumwollpflücker keine Arbeit, die wir jemanden wünschen, aber auch hier werden sich Lösungen finden, wenn es der Markt erfordert.

 

Wie viel Bio braucht die Baumwolle?

Wie bei den Lebensmitteln gibt es auch bei den Textilien wesentliche Unterschiede. Reicht dir ein wässriges EU-Bio- oder willst du reine unbelastete Natur?

Und als zweites: Wie viel Kontrolle willst du? Reicht dir die Zusage von ökologischem Anbau oder erwartest du ein Zertifikat mit genau definiertem Regelwerk, regelmäßigen und Stichpunkt- Kontrollen und den entsprechenden umfassenden schriftlichen Nachweisen? Das sind Anforderungen, die viele Bio- Baumwollbauern nicht erfüllen können, zumal so eine Zertifizierung auch ganz beträchtliche Kosten und Arbeitsaufwand mit sich bringt.

Wichtig ist aber auch, wie es der Baumwolle nach der Ernte ergeht. Traditionell wird sie nämlich mit viel Chemie gewaschen und gebleicht, zum Teil mit Schimmel- und Schädlings- verhindernden Mitteln behandelt und dann wiederum mit chemischen Farben und beträchtlicher Gewässerbelastung gefärbt.

Eine Angabe wie zum Beispiel kbA (kontrolliert biologischer Anbau) sagt dazu zunächst einmal nichts aus. Wer auch das kontrolliert und zertifiziert haben will, liegt bei den Siegeln GOTS und EVN auf der sicheren Seite.

Einen ganz anderen Weg geht hier übrigens ÖKOTEX: die prüfen einfach das Endprodukt auf Schadstoffe und Unbedenklichkeit.

 

Ganz gleich, wie viel Kontrolle und wie viel Natur du in deiner Bio-Baumwolle haben willst, hier bei meine-stoffe.de findest du viele unbedenkliche und klasse Bio-Stoffe. Bei jedem Meter tust du etwas für dein Wohlbefinden und das von denen, die du benähst und beschneiderst, und du leistest einen Beitrag zum besseren Umgang mit Mutter Natur und zu einer besseren, natürlicheren Lebensgrundlage aller, die von der Baumwolle leben.